3. Wie kommen Flüchtlinge in das Internet, um sich zu informieren?

Viele Flüchtlinge haben ein Smartphone, ihre bestehenden Tarife aus der Heimat funktionieren allerdings meist nicht und deutsche Datentarife sind in der Regel nicht finanzierbar. Deshalb sind Flüchtlinge dringend auf einen Internetzugang vor Ort angewiesen, sei es für Kontakt in die Heimat, für den Zugriff auf die vielfältigen 22 Informationen für Flüchtlinge, Übersetzungsdienste und zur Orientierung in ihrer aktuellen Situation.

Ein möglicher Partner für die Internetversorgung von Unterkünften ist die Initiative „Freifunk“. Bundesweit gibt es einige hundert Freifunk-Communities, die sehr schnell WLAN-Vernetzung organisieren können. In Kooperation mit den beteiligten Hilfsorganisationen, den Trägern der jeweiligen Einrichtung und den Kommunen kann ein bestehender Internetzugang risikolos frei zur Verfügung gestellt werden. Auch Nachbarn und Anlieger können mit der Freifunk-Technik ihren Zugang teilen. Die Einrichtung von „Internetcafes“ mit vernetzten Rechnern ist sinnvoll, da viele Flüchtlinge nicht über ein Gerät verfügen. Die nächste Freifunk-Community findet man auf www.freifunk.net.

Auch Kommunen, Kreise und Landesverwaltungen finden bei den Communities Ansprechpartner und Unterstützung.